iServ – Kommandozeilenreferenz

Inhaltsverzeichnis

Hilfe

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
manman BefehlZeigt[1] die Dokumentation (Manual) zum dem Befehl Befehl an; das Manual enthält jedoch auch Dokumentation zur Linux-API, Perl-Funktionen etc.man ls
man -k Stichwort[2]Durchsucht den Index der Hilfeseiten nach dem Stichwort Stichwort. Sehr nützlich, wenn man den Befehl für eine bestimmte Tätigkeit sucht.man -k apt
whatiswhatis StichwortDieselbe Funktion wie man -k Stichwort; findet jedoch nur Zeilen, in denen Stichwort als ganzes Wort vorkommt.whatis apt
infoinfo BefehlZeigt das TexInfo-Manual zu dem Befehl Befehl an; im Gegensatz zu man-Hilfeseiten können diese Dokumente Hyperlinks enthalten. Beendet wird info mit der Taste q.info ls
Befehl –help
Befehl -h
Befehl help
Zeigt einen Hilfetext an, der im Programm selbst gespeichert ist. Diese Dokumentation ist von man, less und Manualdateien etc. völlig unabhängig; ob sie jedoch überhaupt vorhanden ist und wie sie aufgerufen wird, hängt von dem jeweiligen Programm ab.ls –help

Dateisystem

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
cdcd /Wechselt in das Wurzelverzeichnis. 
cd ..[3]Wechselt eine Verzeichnisebene höher. 
cd –Wechselt in das vorherige Verzeichnis[4] (vergleichbar mit dem Zurück-Button im Browser). 
cd ~Wechselt in das Vorlage:WP des aktuellen Benutzers. 
cd VerzeichnisWechselt in das angegebene Verzeichnis.cd /tmp
lslsGibt den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses aus. 
ls SuchausdruckGibt alle Einträge des aktuellen Verzeichnisses aus, auf die der Suchausdruck zutrifft.ls *.txt
ls VerzeichnisGibt den Inhalt des angegebenen Verzeichnisses aus.ls /usr/share/iserv
ls -d VerzeichnisGibt den nicht den Inhalt des angegebenen Verzeichnisses aus, sondern listet den Verzeichniseintrag im aktuellen Verzeichnis auf.ls -d /usr/share/iserv/*
ls -lEine dir-ähnliche Listenansicht benutzen. 
ls -AAuch versteckte Dateien anzeigen. 
ls –color=autoZeigt die Auflistung mit hilfreichen farblichen Hervorhebungen an. 
pwdpwdGibt den vollständigen Pfad des aktuellen Verzeichnisses aus. 
dudu -sh VerzeichnisGibt die Größe des angegebenen Verzeichnisses inklusive der Unterverzeichnisse aus.du -sh .
du -sh Verzeichnis/*Gibt die Größe aller Unterverzeichnisse des angegebenen Verzeichnisses aus.
dfdf -hGibt den insgesamten und den verfügbaren Speicherplatz von allen gemounteten Laufwerken aus. 
df -h LaufwerkGibt den insgesamten und den verfügbaren Speicherplatz von dem gemounteten Laufwerk aus.df -h /dev/hda1
lsoflsofZeigt alle geöffneten Dateien an.lsof | grep /mnt
lsof -c ProgrammZeigt alle von Programm geöffneten Dateien an.lsof -c rsync

Manipulation

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
cpcp Quelle ZielKopiert die Quell-Datei in die Ziel-Datei oder den Ziel-Ordner.cp 123.txt /tmp
cp -a Quelle ZielKopiert die Datei bzw. den Ordner Quelle nach Ziel unter Beibehaltung sämtlicher Dateiattribute wie Änderungszeitpunkt, Besitzer, Gruppe und Rechte.cp -a /etc /backup/etc
mvmv Quelle ZielVerschiebt die Quell-Datei in die Ziel-Datei oder den Ziel-Ordner.
Oder: Verschiebt den Quell-Ordner in den Ziel-Ordner.
mv 123.txt /tmp
mv AlterName NeuerNameBenennt die Datei oder den Ordner AlterName zu NeuerName um.mv 123.txt 456.txt
rmrm Datei1 [Datei2] […]Löscht ein oder mehrere Dateien.rm /tmp/123.txt /tmp/234.txt
rm -rf[5] VerzeichnisLöscht das gesamte angegebene Verzeichnis – auch dann, wenn es nicht leer ist.rm -rf /tmp/
lnln -s Ziel DateiErstellt einen symbolischen Link auf Ziel unter dem Dateinamen Datei.ln -s /sbin/reboot /sbin/neustart
ln Ziel DateiErstellt einen Hardlink auf Ziel unter dem Dateinamen Datei. Sollte normalerweise nicht verwendet werden.
mkdirmkdir VerzeichnisErstellt das angegebene Verzeichnis.mkdir /home/test
rmdirrmdir VerzeichnisLöscht das angegebene Verzeichnis – aber nur, wenn es leer ist.rmdir /home/test
touchtouch DateiErzeugt eine leere Datei.
Oder: Ändert Erstellungs- und Zugriffszeit der vorhandenen Datei.
touch 123.txt
chmodchmod Rechte NameSetzt die angegebenen Rechte auf die Datei oder den Ordner Name.chmod 0700 test.txt
chownchown Benutzer NameLegt den angegebenen Benutzer als Besitzer der Datei/des Ordners Name fest.chown martin test.txt
chown Benutzer:Gruppe NameLegt den angegebenen Benutzer als Besitzer und die angegebene Gruppe als Besitzergruppe der Datei/des Ordners Name fest.chown martin:admins test.txt
gzipgzip DateiKomprimiert Datei und benennt sie nach Datei.gz um.gzip messages
gunzipgunzip Datei.gzEntkomprimiert Datei.gz und benennt sie nach Datei um.gunzip messages.1.gz
bzip2bzip2 DateiKomprimiert Datei und benennt sie nach Datei.bz2 um. Der bzip2-Algorithmus erzeugt normalerweise kleinere Ausgabedateien als gzip, ist jedoch deutlich langsamer.bzip2 messages
bunzip2bunzip2 Datei.bz2Entkomprimiert Datei.bz2 und benennt sie nach Datei um.bunzip2 messages.1.bz2

Dateiverarbeitung

Die meisten dieser Befehle lassen sich sowohl auf Dateien als auch auf Datenströme anwenden.

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
catcat DateiGibt den Inhalt einer Datei aus.cat 123.txt
Datenstrom | catGibt den Inhalt des Datenstromes aus.
cat -nGibt die Daten mit Zeilennummern aus.
zcatzcat DateiWie cat für gzip komprimierte Dateien.zcat 123.txt.gz
lessless DateiZeigt den Inhalt einer Datei seitenweise an[6].less 123.txt
Datenstrom | lessZeigt den Datenstrom seitenweise an.ls -lA | less
zlesszless DateiWie less für gzip komprimierte Dateien.zless 123.txt.gz
grepgrep Zeichenkette DateiDurchsucht die Datei nach Zeilen, die die Zeichenkette enthalten.grep „httpd“ /var/log/messages
grep Zeichenkette Verzeichnis/*Durchsucht alle Dateien in der ersten Ebene des Verzeichnisses nach Zeilen, die die Zeichenkette enthalten.
grep -r Zeichenkette VerzeichnisDurchsucht alle Dateien in Verzeichnis und dessen Unterverzeichnissen nach Zeilen, die die Zeichenkette enthalten.
Datenstrom | grep ZeichenketteDurchsucht den Datenstrom nach Zeilen, die die Zeichenkette enthalten.cat /var/log/messages | grep httpd
grep -v ZeichenketteSucht nach Zeilen, die die Zeichenkette nicht enthalten. 
grep -i ZeichenketteSucht nach Zeilen, die die Zeichenkette enthalten; die Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert. 
grep ^ZeichenketteSucht nach Zeilen, die mit der Zeichenkette beginnen. 
grep Zeichenkette$Sucht nach Zeilen, die mit der Zeichenkette enden. 
zgrepzgrep Zeichenkette DateiWie grep für gzip komprimierte Dateien.zgrep „httpd“ /var/log/messages.1.gz
sedsed -s „s/von/nach/g“ DateiDatei ausgeben und dabei die Zeichenkette von durch nach ersetzen. Die Zeichenkette von wird als regulärer Ausdruck angegeben.sed -s „s/alt/neu/g“ text.cfg
sed -is „s/von/nach/g“ DateiIn Datei die Zeichenkette von durch nach ersetzen.sed -is „s/alt/neu/g“ text.cfg
wcwc DateiZählt die Anzahl der Zeichen, Wörter und Zeilen in Datei
cutcut DateiSchneidet einzelne Spalten aus Texttabellen.cut -d: -f1 /etc/passwd
trDatenstrom | tr von nachErsetzt in Datenstrom die Zeichen von durch nach.ll | tr a-z A-Z
sortsort DateiSortiert die Zeilen einer Datei alphabetisch und gibt sie auf stdout aus. Die Datei wird dabei natürlich nicht verändert. 
Datenstrom | sortSortiert die Zeilen eines Datenstroms alphabetisch und gibt sie auf stdout aus.cat Wörterliste.txt | sort
sort -rSortiert die Zeilen eines Datenstroms umgekehrt alphabetisch. 
sort -nNumerisch sortieren.
teeDatenstrom | tee DateiSpeichert einen Datenstrom in einer Datei und gibt ihn gleichzeitig auf stdout aus.iservchk | tee iservchk.log
uniqDatenstrom | uniqEntfernt identische Zeilen aus einem Datenstrom, so dass nur jeweils eine Zeile über bleibt.cat Wörterliste.txt | uniq
uniq -cZählt, wie oft eine Zeile nacheinander vorkommt.cat Wörterliste.txt | sort | uniq -c | sort -n
diffdiff Datei1 Datei2Zeigt zeilenweise die Unterschiede zwischen Datei1 und Datei2 an.diff datei.alt datei.neu
diff -u Datei1 Datei2Zeigt zeilenweise die Unterschiede zwischen Datei1 und Datei2 im „Unified Diff“-Format an.diff datei.alt datei.neu
diff -r Verzeichnis1 Verzeichnis2Zeigt zeilenweise die Unterschiede zwischen Verzeichnis1 und Verzeichnis2 an.diff -r /home /backup/home
vimdiffvimdiff Datei1 Datei2Zeigt die Unterschiede zwischen Datei1 und Datei2 in einer übersichtlichen grafischen Oberfläche an.
wdiffwdiff Datei1 Datei2Zeigt wortweise die Unterschiede zwischen Datei1 und Datei2 an.wdiff datei.alt datei.neu
filefile DateiDateityp von Datei an Hand des Inhalts erraten.file /bin/bash
file -s GerätDatenstruktur von Gerät an Hand des Inhalts erraten.file -s /dev/sda
stringsstrings DateiLesbaren Text aus Binärdatei Datei extrahieren.strings /bin/bash
xxdxxd DateiInhalt von Datei hexadezimal ausgeben.xxd /bin/bash
headhead DateiGibt die ersten zehn Zeilen der Datei aus.head /var/log/messages
head -n Zeilen DateiGibt die angegebene Anzahl Zeilen vom Anfang der Datei aus.head -n 5 /var/log/messages
head -c Bytes DateiGibt die angegebene Anzahl Bytes vom Anfang der Datei aus.head -c 20 /var/log/messages
tailtail DateiGibt die letzten zehn Zeilen der Datei aus.tail /var/log/messages
tail -n Zeilen DateiGibt die angegebene Anzahl Zeilen vom Ende der Datei aus.tail -n 5 /var/log/messages
tail -c Bytes DateiGibt die angegebene Anzahl Bytes vom Ende der Datei aus.tail -c 20 /var/log/messages
tail -f DateiGibt fortlaufend neu hinzukommende Zeilen der Datei aus. Sehr vorteilhaft bei Diagnosen.tail -f /var/log/messages
tacWie cat, gibt die Zeilen jedoch in umgekehrter Reihenfolge aus. Der n-Parameter von cat wird nicht unterstützt, stattdessen kann man die Ausgabe von tac einfach durch cat -n pipen:tac Dateiname | cat -n
revGibt die Zeichen innerhalb einer Zeile rückwärts aus.
md5summd5sum DateiBerechnet die MD5-Checksumme von Datei.md5sum /bin/bash > MD5
md5sum -c ListePrüft die MD5-Checksummen aus Liste.md5sum -c MD5

Editoren

EditorSyntaxBeschreibung
mceditmcedit DateiÖffnet die Datei zum Bearbeiten im Editor von mc. mcedit entspricht vor allem bei der Bedienung fast vollständig den Standardeditoren von Windows und ist daher mit Abstand der benutzerfreundlichste und einfachste Editor.
vimvim DateiÖffnet die Datei zum Bearbeiten im Editor vim. vim ist quasi der Standardeditor von Linux und daher eigentlich bei fast allen Distributionen vorhanden. Eigentlich ist vim nur eine erweiterte Version von vi; vim ist die Abkürzung für vimproved.
vivi DateiÖffnet die Datei zum Bearbeiten im Editor vi. vi gehört zum POSIX-Standard und ist daher auf jeder Linux-Distribution zu finden. Bei Distributionen, die vim enthalten, ist vi ein Alias auf vim.

Archivierung

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
tartar -xzf[7] DateiEntpackt eine Tar-Datei mit gzip-Komprimierung (Erweiterung .tar.gz).tar -xzf project.tar.gz
tar -xjf[8] DateiEntpackt eine Tar-Datei mit bzip2-Komprimierung (Erweiterung .tar.bz2).tar -xjf project.tar.bz2

Suchen

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
locatelocate DateiSucht eine Datei mithilfe der Index-Datenbank[9]; Dateien, die man aufgrund mangelnder Berechtigungen nicht lesen darf, werden ausgeblendet. Solche Suchen gehen sehr schnell; die Datenbank wird jedoch nur nächtlich aktualisiert.locate dhcpd.leases
findfind Verzeichnis -name DateiSucht die Datei Datei in dem Verzeichnis Verzeichnis.find . -name 123.txt
whereiswhereis ProgrammSucht nach dem Programm Programm; berücksichtigt werden nur ganz bestimmte, in whereis festgelegte Suchpfade.whereis iservchk
whichwhich DateiSucht nach dem Programm Programm; als Suchpfad wird die $PATH-Variable verwendet.which iservchk
updatedbupdatedbFührt eine manuelle Aktualisierung der locate-Datenbank durch.updatedb &

Dateisysteme

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
mountmountGibt eine Liste aller gemounteten Dateisysteme aus.
mount Quelle ZielMountet Quelle nach Ziel.mount /dev/hda1 /mnt
mount -r Quelle ZielMountet schreibgeschützt.mount /dev/sdb1 /mnt/dest
mount -o loop Datei ZielMountet Image eines Dateisystems (z. B. ISO-Datei).mount -o loop /root/debian.iso /mnt
mount -t smbfs -o username=Benutzer Quelle ZielMountet die Windows-Freigabe Quelle mit dem Benutzer BenutzerQuelle hat das Format //Server/Freigabe.mount -t smbfs -o username=test.user //iserv/home /mnt
sshfssshfs Quelle ZielMountet ein Verzeichnis von einem anderen Linux-Rechner. Auf dem Server muss nur ein ssh-Server ohne besondere Einstellungen laufen. Quelle hat das Format Server:Pfad.sshfs 192.168.0.2:/root/ /mnt/
umountumount LaufwerkUnmountet ein gemountetes Laufwerk.umount /dev/fd0
umount Mount-PointUnmountet ein gemountetes Laufwerk anhand des Mount-Points.umount /mnt/floppy
mkfsFormatiert einen Datenträger. Ich kann es hier nur schlecht testen und muss daher auf die Manpage verweisen.
fsckfsck LaufwerkÜberprüft das Laufwerk auf Fehler. Das Laufwerk sollte dabei nicht gemountet sein.fsck /dev/hdc1

Systemverwaltung

IServ

Hinweis: Die Befehle zur IServ-Benutzerverwaltung finden sich im Abschnitt Benutzerverwaltung.

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
iservcfgiservcfgRuft das Konfigurationsmenü von IServ auf. 
iservchkiservchkFührt eine Systemdiagnose durch. Fehler werden, soweit möglich, vollautomatisch behoben. 
iservchk -vGibt detaillierte Informationen aus, was gerade überprüft wird. Nützlich, wenn iservchk sich aufhängt. 
iconficonf Befehl Dateiiconf ist ein Tool von IServ, mit dem die Integrität von Systemdateien sichergestellt wird.iconf save /etc/nat
chkactchkactKonsistenz der Benutzerdatenbanken prüfen. Eine automatische Reparatur ist nicht möglich. 
chkhomeschkhomesDateirechte aller Home- und Gruppenverzeichnisse reparieren. 
 chkhomes AccountDateirechte des angegebenen Accounts reparieren.chkhomes test.user
chkloadchkloadAktuell laufende Prozesse anzeigen. 
chklanchklanRechner im lokalen Netzwerk anpingen. 
chkinetchkinetInternetverbindung auf IP-Ebene testen (ohne DNS). 
chkmboxchkmbox MailboxIndex-Strukturen der angegebenen Mailordner reparieren.chkmbox user/test.user
chkmboxaclchkmboxaclRechte aller Mailordner reparieren. 
genmboxdbgenmboxdbDatenbank aller Mailordner neu generieren. 
chkdeploychkdeployAbgleichen der Softwarepakete mit der Datenbank. 
cronsimcronsim DateiDas angegebene Skript wird mit den gleichen Umgebungsvariablen aufgerufen, wie sie in Cron gesetzt sind.cronsim /etc/cron.daily/test
myipmyipÖffentliche IP des Servers anzeigen. 

Prozessmanagement

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
killkill PIDBeendet den Prozess mit der ID PID. Nur der Benutzer, der den Prozess gestartet habt, kann ihn auch beenden (Ausnahme: root kann alle Prozesse beenden).kill 1067
kill –SIG PIDSendet an den Prozess mit der ID PID das Signal SIG. Wenn das Signal 9 gesendet wird, wird der Prozess zwangsweise beendet (wenn er sich z. B. aufgehängt hat)kill -9  1067
killallkillall ProzessnameBeendet alle Prozesse mit dem Prozessnamen Prozessname. Nur der Benutzer, der den Prozess gestartet habt, kann ihn auch beenden (Ausnahme: root kann alle Prozesse beenden).killall firefox
killall –SIG ProzessnameSendet das Signal SIG an alle Prozesse mit dem Prozessnamen Prozessname.killall -9 firefox
toptopZeigt die Prozesse mit der höchsten CPU-Auslastung an. 
pspsGibt Informationen über die Prozesse aus, die dem angemeldeten Benutzer gehören. 
ps -AGibt Informationen über alle laufenden Prozesse aus. 
ps faxGibt Informationen über alle laufenden Prozesse hierarchisch strukturiert aus. 

Herunterfahren & Neu starten

Befehl/TastenkombinationBeschreibung
logoutBeendet die aktuelle Sitzung auf der aktuellen Konsole und meldet den Benutzer ab.
exit
shutdown -h nowFährt den Computer herunter.
init 0 (nicht empfohlen[10])
shutdown -r nowFährt den Computer herunter und startet ihn neu.
init 6 (nicht empfohlen[10])
halt -fHält den Computer an, ohne ihn vorher herunterzufahren.
reboot -fStartet den Computer neu, ohne ihn vorher herunterzufahren.
[STRG+ALT+ENTF]Fährt den Computer herunter und startet ihn neu. Für die Eingabe dieser Tastenkombination ist kein Login nötig; daher werden logischerweise auch keine root-Rechte benötigt. Berechtigt ist jeder, der physikalischen Zugang zum Server hat.

Benutzerverwaltung

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
ididGibt Informationen zum eigenen Account (Accountname, UID, GID) und zu den eigenen Gruppenmitgliedschaften aus. 
whoamiwhoamiGibt den eigenen Benutzernamen aus. 
wwGibt eine tabellarische Liste aller Benutzer aus, die momentan lokal oder über SSH am Server angemeldet sind. Zusätzlich werden Konsole, Uhrzeit der Anmeldung und ggf. der Remotehost angegeben. 
usersusersGibt eine Liste aller Benutzer aus, die momentan lokal oder über SSH am Server angemeldet sind. Die einzelnen Benutzernamen sind durch Leerzeichen getrennt, es werden keine weiteren Informationen ausgegeben. Die Ausgabe von users eignet sich damit hervorragend für Scripts. 
groupsgroupsGibt eine Liste der Gruppen aus, in denen der aktuell angemeldete Benutzer Mitglied ist. 
groups BenutzernameGibt eine Liste der Gruppen aus, in denen der Benutzer Mitglied ist.groups vorname.nachname
groupaddgroupadd GruppeErzeugt die Linux-Gruppe Gruppe. Stattdessen sollte der Befehl iservgroupadd verwendet werden. 
groupdelgroupdel GruppeLöscht die Linux-Gruppe Gruppe. Stattdessen sollte der Befehl iservgroupdel verwendet werden. 
useradduseradd -m BenutzerErzeugt den Linux-Benutzer Benutzer und legt ein Homeverzeichnis für diesen Benutzer an. Stattdessen sollte der Befehl iservuseradd verwendet werden. 
userdeluserdel -r BenutzerLöscht den Linux-Benutzer Benutzer und dessen Homeverzeichnis. Stattdessen sollte der Befehl iservuserdel verwendet werden. 
passwdpasswdÄndert das Passwort des momentan angemeldeten Benutzers, im Normalfall das root-Passwort. 
passwd BenutzerÄndert das Passwort des Benutzers Benutzer. Erfordert root-Rechte. Stattdessen sollte der Befehl iservpasswd verwendet werden. 
iservgroupaddiservgroupadd GruppeErzeugt die IServ-Gruppe Gruppe.iservgroupadd „Test Gruppe“
iservgroupdeliservgroupdel GruppeLöscht die IServ-Gruppe Gruppe.iservgroupdel test.gruppe
iservuseraddiservuseradd BenutzerErzeugt den IServ-Benutzer Benutzer[11].iservuseradd „Test Benutzer“
iservuserdeliservuserdel BenutzerLöscht den IServ-Benutzer Benutzer[12].iservuserdel test.benutzer
iservpasswdiservpasswd BenutzerÄndert das Passwort des Benutzers Benutzer.iservpasswd test.benutzer
iservmembersiservmembers -a Benutzer GruppeBenutzer einer Gruppe hinzufügen.iservmember -a test.benutzer testgruppe
iservmembersiservmembers -d Benutzer GruppeBenutzer aus einer Gruppe entfernen.iservmember -d test.benutzer testgruppe

Anwendungsverwaltung

Paketmanagement

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
aptitudeaptitude updateAktualisiert die lokale Paketdatenbank. Muss nach Änderungen an der Liste der Paketquellen (/etc/apt/sources.list*) ausgeführt werden.aptitude update
aptitude dist-upgradeFührt ein Systemupdate durch. Dabei werden auch IServ-Pakete aktualisiert.aptitude dist-upgrade
aptitude install PaketInstalliert ein Paket.aptitude install mysql
aptitude remove PaketDeinstalliert ein Paket.aptitude remove mysql
aptitude purge PaketDeinstalliert ein Paket inklusive aller Daten- und Konfigurationsdateien.aptitude purge mysql
aptitude search StichwortDurchsucht die Paketdatenbank nach Paketen, die Stichwort im Namen oder der Beschreibung enthalten.aptitude search iserv
aptitude search ~iZeigt eine Liste aller installierten Pakete an. Ein großes A vor dem Paketnamen gibt an, dass das Paket automatisch installiert wurde, um Abhängigkeiten anderer Pakete zu erfüllen. Falls diese wieder deinstalliert werden, wird es automatisch mit entfernt.
dpkgdpkg -lZeigt eine Liste aller aktuell oder vormals installierten Pakete mit Versionsnummern an.
dpkg -L PaketListet alle Dateien auf, die Paket enthält.dpkg -L bash
dpkg -S DateiZeigt an, in welchem Paket Datei enthalten ist.dpkg -S /bin/bash
debsumsdebsums -sPrüft alle installierten Pakete auf fehlerhafte bzw. veränderte Dateien.

Suchmaschine für Debian-Pakete: http://packages.debian.org

Kompilieren

Alle Befehle dieses Abschnittes müssen im Verzeichnis eines dafür gedachten Quelltextpaketes ausgeführt werden.

BefehlBeschreibung
./configureBereitet den Quelltext eines Programmes für die Kompilierung vor (legt eine Makedatei an, die speziell an den Computer und das Betriebssystem angepasst ist).
makeKompiliert das Programm. Dieser Schritt erfordert für gewöhnlich, dass ./configure bereits erfolgreich ausgeführt wurde.
make installInstalliert die Dateien des kompilierten Programmes auf dem Computer. Dieser Schritt erfordert für gewöhnlich, dass make bereits erfolgreich ausgeführt wurde.

Netzwerk

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
ifconfigifconfigGibt Informationen über die vorhandenen und aktivierten Netzwerkadapter aus. 
ifconfigifconfig -aGibt Informationen über alle vorhandenen Netzwerkadapter aus. 
ifconfigifconfig Interface upAktiviert das Netzwerkinterface Interface.ifconfig eth0 up
ifconfigifconfig Interface downDeaktiviert das Netzwerkinterface Interface.ifconfig eth0 down
ifupifup InterfaceAktiviert das Netzwerkinterface Interface mit den Einstellungen aus /etc/network/interfaces.ifup eth0
ifdownifdown InterfaceDeaktiviert das Netzwerkinterface Interface mit den Einstellungen aus /etc/network/interfaces.ifdown eth0
routerouteZeigt die Routing-Tabelle an.
mii-toolmii-toolZeigt den Verbindungsstatus der Netzwerkkarten an. (Funktioniert bei Gigabit u. U. nur eingeschränkt.)
ethtoolethtool InterfaceZeigt den Verbindungsstatus für Interface an.ethtool eth0
hosthost HostErmittelt zu einem angegebenen Hostname die IP-Adresse und umgekehrt.host iserv.eu
pingping HostVersucht, den Host Host im Netzwerk zu pingen.ping c21-pc01
linkslinks URLÖffnet einen Webbrowser im Textmodus mit der angegebenen URL.links iserv.eu
ncnc Host PortStellt eine interaktive Verbindung zu einem Netzwerkdienst auf dem Server Host auf Port Port her.nc mail.gmx.de 25
scpscp Quelle ZielKopiert Dateien zwischen verschiedenen Servern. Quelle oder Ziel können dabei das Format Server:Pfad haben.scp -r iserv.eu:/root/ /tmp/
rsyncrsync Quelle ZielKopiert Dateien zwischen verschiedenen Servern. Im Gegensatz zu scp werden nur die Unterschiede übertragen.rsync -a iserv.eu:/root/ /tmp/
netstatnetstatZeigt die offenen Netzwerkverbindungen an.
netstat -lpZeigt an, welche laufenden Dienste übers Netzwerk erreichbar sind.
nmapnmap HostFührt einen Portscan auf Host durch und zeigt alle erreichbaren Ports an.nmap iserv.eu
tcpdumptcpdump -i InterfaceZeigt alle übertragenen Netzwerkpakete auf Interface an.tcpdump -i eth0
iptrafiptrafInteraktive Monitorsoftware, die Netzwerkstatistiken anzeigt. 

Mailserver

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
mailqmailqMailwarteschlange anzeigen.
eximexim -q -vWarteschlange abarbeiten.
exim -Mvh IDNachrichten-Header anzeigen.exim -Mvh 1LvwrD-0003OF-Er
exim -Mvl IDNachrichten-Log anzeigen.exim -Mvl 1LvwrD-0003OF-Er
exim -Mt IDNachricht „auftauen“ (nach fatalem Fehler erneut versuchen).exim -Mt 1LvwrD-0003OF-Er
exim -Mrm IDNachricht löschen.exim -Mrm 1LvwrD-0003OF-Er

Ausgehende Mails von einem bestimmten Benutzer einfrieren

Praktisch, wenn jemand eine sehr große Mail an viele externe Mail-Adressen versendet hat, die jetzt den Upload der DSL-Leitung verstopfen. Die eingefrorenen Mails bleiben so lange unausgeliefert in der Queue, bis sie wieder aufgetaut oder gelöscht werden. exiqgrep -fi "vorname\.nachname" | xargs exim -Mf

Eingefrorene Mails auftauen

root# exiqgrep -zi | xargs exim -M

Eingefrorene Mails löschen

root# exiqgrep -zi | xargs exim -Mrm

Datenbank

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
psqlpsqlInteraktive Datenbank-Shell für PostgreSQL.
psql -lListet vorhandene Datenbanken auf.
chkdbchkdbUnterschiede zwischen aktueller Datenbankstruktur und den Vorgaben von IServ in /usr/share/iserv/db anzeigen.
chkdb -rAktuelle Datenbankstruktur an die Vorgaben von IServ anpassen.
pg_dumppg_dumpDatenbank als Text exportieren.
pg_backuppg_backupKomplette IServ-Datenbank als Text nach /var/backups/postgresql sichern. Wird täglich ausgeführt.

Kernel

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
lsmodlsmodZeigt alle geladenen Module an. 
modprobemodprobe ModulLädt ein Modul und dessen Abhängigkeiten mithilfe von insmod in den Kernel.modprobe printer
modprobe -r ModulEntfernt ein Modul und nicht mehr benötigte Abhängigkeiten mithilfe von rmmod aus dem Kernel.modprobe -r printer
insmodinsmod ModulLädt das ein Modul in den Kernel. Anstatt dieses Befehls sollte besser modprobe verwendet werden.insmod printer
rmmodrmmod ModulEntfernt ein Modul aus dem Kernel. Anstatt dieses Befehls sollte besser modprobe -r verwendet werden.rmmod printer
unameuname -aGibt die Versionsnummer des geladenen Kernels aus. 

Daemons steuern

Ein Daemon ist ein Dienst, der unsichtbar für den Benutzer Arbeiten im Hintergrund verrichtet.

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
/etc/init.d/Daemon BefehlSendet einen Befehl an einen Daemon. Wichtige Befehle: start (starten), stop (stoppen), restart (neustarten), reload (Konfiguration neu einlesen)/etc/init.d/httpd stop.
service Daemon Befehlservice squid reload

Diverses

Kommunikation mit anderen Computern

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
ftpftpClient für das Vorlage:WP 
ftp user@hostBaut eine FTP-Verbindung zum Rechner host mit dem Benutzer user auf.ftp testbenutzer@mein-iserv.de
smbclientsmbclient shareBaut eine Verbindung zu einem Service des Vorlage:WPs auf, der für Dateifreigaben unter Windows benutzt wird, und bietet eine FTP-ähnliche Kommandozeilesmbclient //iserv/Home
smbclient share -U usernameBaut die Verbindung zum Server mit dem Benutzernamen username aufsmbclient //iserv/Home -U testbenutzer
sshsshClient für die Vorlage:WP 
ssh user@hostBaut eine SSH-Verbindung zum Rechner host mit dem Benutzer user auf.ssh testbenutzer@mein-iserv.de
wgetwget URLLädt eine Datei aus dem Internet herunter und speichert sie ab.wget http://test.de/test.txt
wget -c URLSetzt einen abgebrochenen Download an der Stelle fort, an der er unterbrochen wurde.wget -c http://test.de/test.txt
GETGET URLLädt eine Datei aus dem Internet herunter und gibt sie aus.GET www.google.de

Diverse Befehle

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
envenvZeigt die Umgebungsvariablen an. 
exportexport Variable=WertSetzt eine Umgebungsvariable Variable für alle innerhalb der aktuellen Shell aufgerufenen Programme auf Wert.export LANG=C
uptimeuptimeGibt die Systembetriebszeit aus. 
archarchGibt die Bezeichnung der Computerarchitektur (z. B. i586) aus. 
lsoflsof | grep PfadZeigt offene Dateien in dem Pfad Pfad an.lsof | grep /etc
dmesgdmesgGibt Informationen über Kernelaktivitäten aus. 
dmesg | grep LaufwerksartGibt Informationen über alle Laufwerke des Typs Laufwerksart aus;
dies kann z. B. hd (Festplatten) oder fd (Diskettenlaufwerke) sein.
dmesg | grep hd
datedateGibt Datum und Zeit aus. 
freefreeGibt Informationen über die Ausnutzung des Arbeitsspeichers aus. 
lspcilspciGibt Informationen über vorhandene PCI-Komponenten aus. 
lsdevlsdevGibt Informationen über installiere Hardwarekomponenten aus. 
resetresetLeert die aktuelle Konsole. 
timetime BefehlFührt den Befehl Befehl aus, und gibt anschließend aus, wie viel Zeit die Ausführung des Befehls in Anspruch nahm.time sleep 1
historyhistoryZeigt eine Liste der zuletzt eingegebenen Befehle an. 
history -cLeert die Liste der zuletzt eingegebenen Befehle[13].
susu BenutzerÖffnet eine neue Vorlage:LW, die aber nicht unter dem aktuellen Benutzerkontext, sondern im Kontext von Benutzer ausgeführt wird. Ist der aktuelle Benutzer ein unprivilegierter Benutzer, muss er das Passwort von Benutzer eingeben, ist er root, muss er kein Passwort eingeben. Wird kein Benutzer angegeben, verwendet su „root“ als Benutzernamen.su root
su – BenutzerÖffnet die Vorlage:LW als Loginshell. Wird kein Benutzer angegeben, verwendet su „root“ als Benutzernamen.su – root
sudosudo BefehlFührt einen Befehl mit root-Rechte aus. Ggf. muss das eigene Passwort eingegeben werden.sudo aptitude update
screenscreenÖffnet eine neue Shell in einer virtuellen Konsole, die unabhängig von der aktuellen Anmeldung im Hintergrund läuft. Um die virtuelle Konsole zu verlassen, ohne das laufende Programm zu beenden, erst [STRG+A] und dann die Taste [d] drücken. 
screen -xVerbindet sich mit einer bestehenden virtuellen Konsole. Es können auch gleichzeitig mehrere Benutzer in einer virtuellen Konsole zusammen arbeiten.
psqlpsqlDienstprogramm zur Administration der PostgreSQL-Datenbank.

Jobs

Jobs erzeugen

SyntaxBeschreibungBeispiel
Befehl &Befehl wird als Job im Hintergrund ausgeführt; die Ausgaben des Befehls werden jedoch trotzdem auf der Konsole ausgegeben!updatedb &
Befehl &> Logdatei &Befehl wird als Job im Hintergrund ausgeführt; stdout als auch stderr werden in die Datei Logdatei umgeleitet.iservchk -q &> ~/iservchk.log &
nohup Befehl &Führt den Befehl Befehl im Hintergrund aus und verhindert, dass der Prozess bei der Abmeldung beendet wird.
Dies ist zum Beispiel praktisch, wenn man große Downloads mit wget durchführen möchte[14].
 
[STRG+Z]Schickt den Prozess, der momentan im Vordergrund ist, in den Hintergrund und stoppt ihn. 

Jobs referenzieren

SyntaxBeschreibungBeispiel
%NummerReferenziert Job Nummer.%1
%SubstringReferenziert den Job, dessen Name mit Substring beginnt. Wenn das auf mehr als auf einen Job zutrifft, gibt es eine Fehlermeldung.„%man bash“
%?SubstringReferenziert den Job, in dessen Name Substring vorkommt. Wenn das auf mehr als auf einen Job zutrifft, gibt es eine Fehlermeldung.%?iserv

Jobs verwalten

BefehlSyntaxBeschreibungBeispiel
jobsjobsZeigt die Jobs an, die momentan in Hintergrund laufen. 
fgfg JobBringt den Job in den Vordergrund.fg %1
bgbg JobSetzt einen pausierten Job im Hintergrund fort.bg %1
killkill JobBeendet den Job.kill %1

Wichtige Tastenkombinationen

TastenkombinationBeschreibung
[SHIFT+BILD-HOCH]Konsole nach oben scrollen.
[SHIFT+BILD-RUNTER]Konsole nach unten scrollen.
[ALT+F1] bis [ALT+F6]Lokale Konsole: Schaltet zwischen den virtuellen Konsolen um.
[STRG+C]bash: Bricht den aktuellen Vorgang in der Shell ab.
[STRG+Z]bash: Schickt den Prozess, der momentan im Vordergrund ist, in den Hintergrund und stoppt ihn. Siehe auch: Abschnitt Jobs
[STRG+R]bash: Öffnet einen speziellen Prompt, in dem die Befehlshistory durchsucht werden kann, um einen bereits ausgeführten Befehl erneut ausführen zu können. Für den jeweils nächsten Treffer noch einmal [STRG+R] drücken.
[STRG+D]bash: Beendet die aktuelle Sitzung, gleichbedeutend mit logout
[STRG+L]bash: Löscht den Bildschirm, z. B. um sicherheitsrelevante Daten zu vernichten.
[STRG+S]bash: Pausiert die Bildschirmausgabe.
[STRG+Q]bash: Setzt die Bildschirmausgabe fort.
[STRG+H]bash: Löscht das letzte Zeichen (falls Backspace nicht funktioniert).
[STRG+W]bash: Löscht das letzte Wort.
[Tab]bash: Vervollständigt den angefangenen Befehls-, Verzeichnis- oder Dateinamen falls eindeutig.
2x [Tab]bash: Zeigt alle möglichen Vervollständigungen an.
[PFEIL-HOCH]bash: Vorherigen Befehl aus der History auswählen.
[PFEIL-RUNTER]bash: Nächsten Befehl aus der History auswählen.
[~] [.]ssh: Terminiert die Session.
[~] [STRG+Z] [STRG+Z]ssh: Schickt die geöffnete SSH-Session in den Hintergrund und stoppt sie.
[STRG+V] [ESC] [c] [ENTER]Setzt das Terminal zurück, wenn es z. B. durch Ausgabe von Binärdateien unleserlich geworden ist.

Struktur des Dateisystems

VerzeichnisBeschreibung
/binSystemprogramme für alle Benutzer
/bootDateien für den Boot-Vorgang
/devGeräte-Dateien
/etcKonfigurationsdateien
/groupGruppenverzeichnisse (IServ spezifisch)
/homeHomeverzeichnisse
/initrdLeer
/libSystembibliotheken
/lost+foundBei Dateisystemreparatur wieder hergestellte Dateien
/mediaZum Einbinden von entfernbaren Datenträgern
/mntZum Einbinden beliebiger Datenträger
/oldVerbleibende Dateien einer IServ 1 Installation nach Upgrade (IServ spezifisch)
/optZusatzprogramme (nicht an Debian angepasst)
/procInformationen über Kernel und Prozesse
/rootHomeverzeichnis von root
/sbinSystemprogramme für root
/srvNetzwerkfreigaben für andere Rechner
/sysZusätzliche Informationen über Hardware
/tmpTemporäre Dateien (werden automatisch gelöscht)
/usrProgramme (mit Bibliotheken, Dokumentation…)
/varDaten (Datenbank, Mails, Logs, Backups, Caches…)

Siehe auch: Filesystem Hierarchy Standard (http://www.pathname.com/fhs/pub/fhs-2.3.html)

Logdateien

VerzeichnisDateiSpeicherdauerBeschreibung
/var/logSystemlogs
alternatives.log12 MonatePaketverwaltung (update-alternatives)
apcupsd.events10 kBUSV
aptitude6 MonatePaketverwaltung (aptitude)
auth.log4 WochenAnmeldungen am System (lokal, ssh, cron)
btmpunbekanntFehlgeschlagene Logins an der Systemkonsole
daemon.log4 WochenSystemdienste (u. a. atftpd, dhcpd, iserv, named, ntpd, pptpd, smbd)
debug4 WochenKernel: Debug-Meldungen
dmesg5 NeustartsKernel: Meldungen des letzten Boot-Vorgangs
dpkg.log12 MonatePaketverwaltung (dpkg)
fail2ban.log4 WochenFirewall (fail2ban)
faillogunbekanntFehlgeschlagene Logins an der Systemkonsole
fontconfig.logunbekanntSchrift-Cache
iptables.log7 TageFirewall (iptables)
iservbackupunbegrenztBackup-Status
kern.log4 WochenKernel: Meldungen
lastlogunbekanntLetze Logins an der Systemkonsole
mail.*4 WochenMailserver (Cyrus, Exim)
messages4 WochenSystemdienste (iserv, kernel, sessauthd)
monit.log4 WochenMonitoring der Systemdienste (monit)
rkhunter.log7 TageVirenscanner (rkhunter)
syslog7 TageSystemdienste (u. a. atftpd, cron, cyrus, dhcpd, iserv, kernel, named, sessauthd, smbd, spamd)
user.log4 WochenSystemdienste (u. a. iserv, regdns, sessauthd)
wtmpunbekanntLetze Logins an der Systemkonsole
/var/log/apache2Webserver (apache2)
access.log30 TageZugriffe (IP-Adresse, Zeitstempel, Anfrage, Status-Code, Größe, Referrer, Browser)
error.log30 TageFehler (Zeitstempel, Schweregrad, IP, Meldung)
other_vhosts_access.log30 TageZugriffe auf andere Ports oder Hostnames
ssl_request.log30 TageZugriffe per SSL
/var/log/aptPaketverwaltung (apt)
history.log12 MonateAktivitätsprotokoll
term.log12 MonateBildschirmausgabe
/var/log/clamavVirenscanner (clamav)
clamav.log12 WochenMailscans
freshclam.log12 WochenUpdates
/var/log/cupsDrucksystem
access_log7 TageZugriffe
error_log7 TageFehler
page_log7 TageDruckjobs
/var/log/deploySoftwareverteilung
auto_*.logunbegrenztAutomatische Updates von Windows-Clients
/var/log/etherpad-liteEtherpad-Server
etherpad-lite.log3 MBWarnungen und Fehler
/var/log/exim4Mailserver (exim4)
mainlog10 TageZugestellte E-Mails (Zeitstempel, Absender, Empfänger, IP-Adresse, Protokoll)
paniclog10 TageSchwerwiegende Fehler (Zeitstempel, Meldung)
rejectlog10 TageAbgewiesene E-Mails (Zeitstempel, Absender, IP-Adresse, Fehlermeldung)
/var/log/fsckDateisystemprüfungen
check*1 AufrufProgrammausgabe
/var/log/letsencryptZertifikatserstellung (letsencrypt)
letsencrypt.log10 AufrufeProgrammausgabe
/var/log/iservupdSystemupdate
log30 TageProgrammausgabe
/var/log/nginxProxy für Windows-Updates (nginx)
cache.log52 WochenCache-Nutzung
error.log52 WochenFehler
ranger-default.log52 WochenAbfragen
/var/log/phpWeboberfläche IServ
*30 TageFehlerberichte (Zeitstempel, Speicherinhalt des Programms beim Abbruch)
/var/log/php/deploySoftwareverteilung
*.bootimage.log5 JahreBootvorgang
*.clientconnect.log10 TageStatus-Update
*.instlog.log3 MonateProgramminstallation
/var/log/php/webWeboberfläche IServ 3
dev.log30 TageFehler (Testsystem)
prod.log30 TageFehler (Produktivsystem)
/var/log/postgresqlDatenbank-Server (postgresql)
postgresql-*-main.log10 WochenWarnungen und Fehler
/var/log/proftpdFTP-Server
proftpd.log7 WochenLogins (Zeitstempel, IP-Adresse, Benutzer)
sql.logunbegrenztDatenbankzugriffe
tls.logunbegrenztZugriffe per SSL
write.log7 TageSchreibzugriffe (IP-Adresse, Benutzer, Zeitstempel, Datei, Status-Code, Größe)
xferlog7 MonateDatenübertragungen
/var/log/sambaDateiserver für Windows (samba)
log.nmbd7 WochenDienst zur Namensauflösung
log.smbd7 WochenDienst für Dateiserver
write.log7 TageSchreibzugriffe (Zeitstempel, Benutzer, IP-Adresse, Freigabe, Aktion, Dateiname)
/var/log/squidWebproxy (squid)
access.log7 TageZugriffe (IP-Adresse, Zeitstempel, Anfrage, Status-Code, Größe, Referrer, Browser)
cache.log7 TageCacheverwaltung
squidGuard.log7 TageWebfilter
store.log7 TageCacheverwaltung
andere7 TageZugriffe auf gesperrte Seiten
/var/log/squidguardWebfilter (squidguard)
squidGuard.log30 TageWebfilter
/var/lib/iserv/chatIServ Chat
group/*90 TageGruppenräume
public/*90 TageÖffentliche Räume

Wichtige Dateien

DateinameBeschreibung
/etc/aliasesE-Mail-Adressverteiler, hier können Aliasnamen für verschiedene Benutzer angelegt werden. Nach dem Editieren muss der Befehl newaliases ausgeführt werden, um die Änderungen zu übernehmen.
/etc/bash.bashrcSkript, das bei der Anmeldung eines Benutzers auf der Konsole ausgeführt wird. Nur von bash genutzt. bash liest bei der Anmeldung weiterhin die Dateien ~/.bashrc und ~/.bash_profile ein. Siehe auch: /etc/profile.
/etc/crontabZeitplan des cron-Daemons.
/etc/dhcp3/dhcpd.confKonfigurationsdatei des DHCP-Servers.
/etc/fstabLegt fest, welche Dateisystem in welche Mountpoints eingehängt werden.
/etc/groupEnthält eine Auflistung aller Gruppen und deren Mitglieder auf dem Server. In jeder Zeile steht eine Gruppe mit ihren jeweiligen Mitgliedern, daher ist die Datei gut mit cat und grep durchsuchbar.
/etc/gshadowÄquivalent zur shadow-Datei (s. u.), jedoch für Gruppen.
/etc/iserv/Enthält die zentralen Konfigurationsdateien von IServ.
/etc/network/interfacesKonfiguration der Netzwerkschnittstellen von Debian.
/etc/passwdDie Benutzerdatenbank von Linux; sie enthält den Benutzernamen, die UID und weitere Informationen aller Linux-Benutzer. Für alle Benutzer lesbar, nur für root schreibbar.
/etc/profileSkript, das bei der Anmeldung eines Benutzers auf der Konsole ausgeführt wird. Siehe auch: /etc/bashrc.
/etc/resolv.confEnthält rudimentäre Informationen über die Netzwerk-Namensauflösung; etwa, welcher Server der Nameserver ist. Diese Datei wird allerdings vom resolvconf-Vorlage:WP automatisch aktualisiert, der Inhalt wird aus den Dateien in /etc/resolvconf/resolv.conf.d/ und den Skripten in /etc/resolvconf/update.d/ zusammengestellt. Eigene Änderungen an /etc/resolv.conf direkt werden also überschrieben!
/etc/samba/netlogonNetlogon-Ordner; als \\iserv\netlogon freigegeben (IServ-spezifisch).
/etc/samba/smbpasswdÄquivalent zur shadow-Datei (s. u.), jedoch für Samba-Benutzerkonten.
/etc/shadowDie Passwortdatenbank von Linux; sie enthält die Vorlage:WP Passwörter aller Linux-Benutzer. Nur für root lesbar und schreibbar.
/proc/cpuinfoEnthält Informationen über die CPU. Nur lesbar.
/proc/filesystemsEnthält eine Auflistung aller Dateisysteme, die unterstützt werden. Nur lesbar.
/proc/mdstatEnthält Statusinformationen des Software-RAID-Treibers. Nur lesbar.
/proc/pciEnthält Informationen zu allen Geräten, die am PCI-Bus des Computers angeschlossen sind. Nur lesbar.
/usr/share/iserv/Enthält wichtige statische (Dateien, die sich ohne manuellen Eingriff oder ein Update nicht ändern) IServ-Dateien, unter anderem den gesamten IDesk.
/var/lib/dhcp/dhcpd.leasesEnthält eine Auflistung aller DHCP-Leases, die der Server vergeben hat.

Spezielle Zeichen

ZeichenSyntaxBeschreibungBeispiel
;Befehl1Befehl2Führt mehrere Befehle in der angegebenen Reihenfolge aus.iservcfg; iservchk
&&Befehl1 && Befehl2Führt Befehl1 aus. Gibt dieser Befehl einen Erfolgscode zurück ($? = 0), dann wird Befehl2 ebenfalls ausgeführt. Auf diese Art und Weise können beliebig viele Befehle verkettet werden.iservchk && shutdown -r now
||Befehl1 || Befehl2Führt Befehl1 aus. Gibt dieser Befehl einen Fehlercode zurück ($? != 0), dann wird Befehl2 ebenfalls ausgeführt. Auf diese Art und Weise können beliebig viele Befehle verkettet werden.iservchk || shutdown -r now
|Befehl1 | Befehl2Leitet die stdout-Ausgaben von Befehl1 in den stdin-Kanal von Befehl2.export | grep PATH=
>
1>
Befehl > DateiLeitet die stdout-Ausgaben des Befehls in eine Datei um. Existiert die Datei bereits, wird sie überschrieben.grep ^root /etc/passwd > ./datei.log
2>Befehl 2> DateiLeitet die stderr-Ausgaben des Befehls in eine Datei um. Existiert die Datei bereits, wird sie überschrieben. 
>>Befehl >> DateiLeitet die stdout-Ausgaben des Befehls in eine Datei um. Existiert die Datei bereits, werden die Ausgaben an das Ende angehängt. 
2>>Befehl 2>> DateiLeitet die stderr-Ausgaben des Befehls in eine Datei um. Existiert die Datei bereits, werden die Ausgaben an das Ende angehängt. 
&>
>&
Befehl &> DateiLeitet die stdout-Ausgaben und die stderr-Ausgaben des Befehls in eine Datei um. Existiert die Datei bereits, wird sie überschrieben.iservchk &> iservchk.log
<Befehl < DateiLeitet den Inhalt der Datei in den stdin-Kanal des Befehls. Es liegt am jeweiligen Befehl, ob dies unterstützt wird. 

  1.  Genau genommen lädt man nur die Hilfetexte in einen Pager; dies ist üblicherweise less. Daher treffen alle Bedienungshinweise für less auch auf man zu.
  2.  apropos erfüllt den gleichen Zweck, ist aber schwieriger zu tippen 😉
  3.  nicht cd..!
  4.  nicht eine Verzeichnisebene höher!
  5.  r = recursive, f = force
  6.  Die Anzeige lässt sich mit den Pfeiltasten, PgUp/PgDown-Tasten und der Leertaste (identisch mit PgDown) scrollen. Mit der der Eingabe /Text wird eine Suche nach der Zeichenfolge Text gestartet; Vorwärtssuchen mit der Taste n, Rückwärtssuche mit der Taste N. Beendet wird less mit der Taste q.
  7.  x = extract, z = gzip, f = file
  8.  x = extract, j = bzip2, f = file
  9.  /var/lib/slocate/slocate.db
  10.  Im Gegensatz zu shutdown gibt ein direkter Aufruf von init keine Warnmeldung an andere Benutzer heraus und sperrt auch den Login nicht.
  11.  Im Gegensatz zu useradd legt iservuseradd Homeverzeichnis, E-Mail-Account etc. automatisch an.
  12.  Im Gegensatz zu userdel löscht iservuserdel Homeverzeichnis, E-Mail-Account etc. automatisch.
  13.  Dieser Befehl sollte immer dann ausgeführt werden, wenn ein Passwort als Parameter an ein Programm übergeben wurde.
  14.  Beispiel für den Download des Service Pack 2 für Windows XP:
    nohup wget „http://download.microsoft.com/download/9/6/4/96442257-721a-4cd5-9006-10a40cbb45cb/WindowsXP-KB835935-SP2-DEU.exe“ &

Inhalt von https://wiki.iserv.eu/wiki/Kommandozeilenreferenz
(Hat zuletzt nicht gefunzt, ist mir aber egal. Ich habe diese Infos von https://exmediawiki.khm.de/index.php/Kommandozeilenreferenz)